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Marder im Haus. So werden sie ihn los!

Marder im Haus loswerden

Ungebetene Gäste im Haus kommen ja hin und wieder vor, diese richten aber in der Regel weitaus weniger Schaden an als ein Marder im Haus. Auf der Liste der ungebetenen Hausgäste rangiert der Marder stets auf den vordersten Plätzen.

Nicht zuletzt wegen des immensen Schadens den dieses vermeintlich süße Pelztierchen anrichten kann. Ein Tunnel in der Dachisolierung mag in den Augen des Marders eine großartige Höhle abgeben, doch die damit verbundenen Folgeschäden können Tausende Euro betragen.

Abgesehen davon hinterlassen sie überall Kot, Urin und Reste ihrer Mahlzeiten, was auf Dauer zu unangenehmen Gerüchen und mitunter auch zu Insektenplagen führt.

Meist findet man die flinken Tierchen im Dachboden, Gartenlauben oder Garagen. Aber vor allem nicht ausgebaute Dachböden haben es dem Marder angetan, diese bieten ihm ideale Bedingungen sich heimisch zu fühlen.

Ein Besuch dieser nachtaktiven Tiere wird in der Regel erst spät bemerkt, meist beginnend mit nächtlichen Geräuschen oder den bereits genannten unangenehme Gerüchen. Dies trifft auch keineswegs nur auf ländliche Gegenden zu, inzwischen fühlen sich Marder auch inmitten von Großstädten wohl.

Der Steinmarder: Steckbrief

marderabwehr haus loswerden Steckbrief

 

Woran bemerkt man einen Marder im Haus?

Da Marder recht scheue nachtaktive Tiere sind bekommen sie den Störenfried wahrscheinlich niemals leibhaftig zu sehen, dadurch bleiben sie leider lange unbemerkt.

Ein erstes Anzeichen für einen Marder im Dach sind nächtliche Geräusche vom Dachboden. Diese sollten sie nicht einfach abtun sondern umgehend handeln, denn alle weiteren Hinweise können teuer werden.

Eine Inspektion des Dachbodens auf Marder-Schäden am Dach sowie Schäden in der Dämmung kann hier Gewissheit schaffen. Auch sollten sie auf Spuren in Form von Hinterlassenschaften wie Kot und Urin oder auch Nahrungsreste achten, diese machen sich meistens durch einen unangenehmen Geruch bemerkbar.

Sollten sie Hinterlassenschaften entdecken entfernen sie diese umgehend und desinfizieren die Stellen sorgfältig oder behandeln sie die Stellen mit einem Marder-Duftmarkenentferner, bevor sie weitere Schritte einleiten. Dadurch können sie ausschließen, dass sich darüber hinaus eine Plage an Maden und Fliegen ausbreitet.

Manche Indizien können aber auch auf andere Ungebetene Hausgäste hinweisen (z.B. Mäuse oder Ratten). Hierzu können wir den Ratgeber „Ratten bekämpfen“ empfehlen

  • unangenehme Gerüche durch Kot und Urin
  • Hinterlassenschaften in Form von Kot oder Nahrungsresten
  • aufgerissene Dämmung bzw. verteilte Fetzen Dämmmaterial
  • nächtliche Krabbelgeräusche vom Dachboden


Marder fangen
Bei besonders hartnäckigen Mardern hilft oft nur noch, der Griff zur Marderfalle .

Marder im Auto
Der Alptraum jedes Autofahrers, Besuch vom Marder. So schützen sie sich!

Marder im Garten
Bei Kleintierhaltern sind Marder im Garten nicht gern gesehen.


Regelmäßige Kontrollgänge auf dem Dachboden

Bleibt der Marder für längere Zeit unbemerkt kann dies zu erheblichen Kosten führen, daher sollten sie nicht so lange warten bis sich die ersten Hinweise ergeben.

Eine Regelmäßig durchgeführte Kontrolle des Dachbodens ist der beste und
Kostengünstigste Schutz gegen einen Marder im Haus. Zudem sollten sie es den Tieren so schwer wie möglich machen den Dachboden zu erreichen, indem sie möglichst alle Zugänge verschließen und ihnen den Aufstieg erschweren.

Achten sie bei ihren Kontrollgängen stets auf die Hinterlassenschaften sowie unangenehme Gerüche. Marder sind scheu und meiden daher offenes Gelände, folglich werden sie Spuren eher in Ecken und verborgenen Winkeln finden.

Marder haben zudem meist mehrere Verstecke die sie nutzen, daher sollten sie nicht voreilig den Schluss ziehen der Marder wäre weitergezogen wenn sich über längere Zeit nichts auf dem Dachboden tut.

Marderabwehr Haus loswerden

Seltener Anblick, ein Marder auf dem Dachboden

Wie kommt der Marder ins Haus?

Marderschutz Dachrinne, können marder klettern

Marder können gut klettern, weshalb ein Marderschutz für die Dachrinne empfehlenswert ist

Auch wenn Marder zu den hundeartigen Raubtieren gehören sind sie anders als Nachbars Fifi extrem gute Kletterer und das in nicht zu verachtender Höhe und Geschwindigkeit.

DachrinnenBäume und über das Dach ragende Äste sind bestens geeignet um auf das Dach zu gelangen. Auch ein weiter entfernter Baum stellt kein Problem dar, ein beherzter Sprung genügt hier meist um das Dach zu erreichen. Marder können Problemlos bis zu Zwei Meter weit springen.

Ist das Dach erst erreicht, sucht er sich einen Zugang ins Innere. Da Dächer nicht hermetisch abgeriegelt sind sondern lediglich Wetterabweisend, dauert es in der Regel nicht lange bis sich ein Zugang findet. Eine lose Dachziegel reicht hierfür, und die Dämmung stellt sowieso kein Hindernis dar. Insbesondere ältere Häuser bieten den Tieren einen leichten Zugang.

Natürlich krabbeln Marder auch durch geöffnete Fenster oder Balkone in Häuser. Gerade im Sommer, wenn sie ihre Fenster über lange Zeit angekippt lassen, ist dies wie eine Einladung für die ungeliebten Gäste.

Hat der Marder den Dachboden erreicht beginnt er damit ihn für seine Zwecke herzurichten, dazu gehört es auch mehrere Fluchtwege bereit zu halten. Hierfür können die Tiere selbst Dachziegel oder Blei-Abdichtungen hoch drücken umso ungehindert ein und ausgehen zu können.

Kratzspuren oder auch hängengebliebene Fellfetzen geben einen genaueren Hinweis auf die verwendeten Zugänge.


Mögliche Zugänge finden und verschließen

Marderabwehr haus Dachboden Schutz Marder loswerden

effektiver Marderschutz der Dachrinne

Im Idealfall sollte es dem Marder erst gar nicht möglich sein in ihr Haus einzudringen, hierfür ist es nötig soweit es eben geht alle Zugänge zu verschließen und darüber hinaus den Tieren den Aufstieg zum Dach zu erschweren.

Diese Maßnahmen gelten natürlich insbesondere wenn sie bereits Marderaktivitäten auf Ihrem Dachboden bemerkt haben.

In diesem Fall ist es wichtig obendrein auf lose Dachziegeln und verbogene Bleiabdichtungen zu achten, da diese vom Marder hoch gedrückt werden können. Eine beschädigte Dämmung ist ebenfalls wieder zu erneuern.

Da diese Tiere gern Dachrinnen beziehungsweise Fallrohre als Kletterhilfe nutzen, ist es sinnvoll diese Wege abzuschneiden. Hierfür gibt es nützliche Tools, die Ihnen helfen, Ihre Dachrinnen Mardersicher zu machen.

Marderabwehrgürtel oder Verschlusskappen für Fallrohre bieten einen Kostengünstigen Weg Marder vom Klettern abzuhalten und gehören zu den Basics der Marderabwehr für ihr Haus. Weiterhin sollten sie über das Haus ragende Äste kürzen um auch diesen zu blockieren.

Wir wollen hier noch einmal darauf hinweisen das Artgenossen von den Duftspuren ihres Rivalen angezogen werden weshalb das Verschließen der Zugänge unumgänglich ist, Egal zu welcher Art der Marder-Vergrämung sie ergreifen. Es sei denn sie wollen sofort den nächsten Marder vertreiben.


Versicherung

Marderschäden kosten mitunter Unsummen, insbesondere wenn sie sich an der Dämmung zu schaffen machen. Hier ist es gut eine Wohngebäudeversicherung zu haben welche den Schaden übernimmt. Am besten prüfen sie ob sich der Abschluss einer Versicherung für sie lohnt, denn nicht jedes Bundesland ist gleichermaßen gefährdet.

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Ist der Marder bereits im Haus? So werden sie ihn wieder los!

 

Den Marder vergrämen

Marder unterliegen dem Jagdrecht, wodurch sie von Privatpersonen lediglich mit einer Ausnahmegenehmigung gefangen werden dürfen. Dies ist ansonsten lediglich Inhabern eines Jagdscheines vorbehalten. Nichtsdestotrotz müssen sie nicht Tatenlos zusehen wie der kleine Störenfried großen Schaden an ihrem Haus oder im Auto anrichtet.

Am besten für beide Parteien ist es den Marder von vorn herein auf Abstand zu halten. Dies erreichen sie indem sie ihm den Aufenthalt auf dem Dachboden oder im Auto so ungemütlich wie möglich zu machen. So muss weder Mensch noch Tier Schaden erleiden.
Um Marder im Haus zu vergrämen gibt es verschiedene Möglichkeiten, als erstes sollten sie wie bereits erwähnt dem Marder den Zugang erschweren indem sie alle Einstiegsmöglichkeiten verschließen und ihm den Aufstieg erschweren. Denn Ist der Marder bereits eingezogen stehen sie vor einem weitaus größerem Problem.

 

Ultraschall Marderabwehr-Geräte

Marderschrecke für Häuser arbeiten meist mit Ultraschall, diese Geräte senden einen lauten hochfrequenten Ton aus um es dem Marder so ungemütlich wie möglich zu machen. Für gewöhnlich sind die zirka 120 dB lauten Töne vom menschlichen Gehör nicht wahrzunehmen. Hierzu ist beim Kauf allerdings darauf zu achten ein Gerät mit einem Frequenzbereich von mindestens 20 kHz zu erwerben.
Insbesondere junge Menschen unter 30 Jahren und vor allem Babys reagieren empfindlich auf derartige Töne. Wenn sich Babys im Haus befinden empfehlen wir lieber zu einer anderen Abwehrmethode zu greifen.
Ein bisschen Abhilfe gegen die nächtliche Dauerbeschallung bieten Geräte, die auf Bewegung oder Berührung reagieren, dies schont obendrein die Batterie des Gerätes.
Weiterhin ist es wichtig darauf zu achten das das Gerät ihrer Wahl über eine Frequenzmodulation verfügt. Da ein gleichbleibender Ton zu einer Art Gewöhnungseffekt oder sogar Hörverlust bei den Tieren führen kann, wodurch das Gerät nutzlos wird.

Ultraschall Geräte ansehen

 

Marder-Abwehrspray

Diese Mittel zielen auf den empfindlichen Geruchssinn der Tiere ab. Für gewöhnlich werden hierfür Natürliche Inhaltsstoffe verwendet, welche die Duftmarken überdecken und den Marder vertreiben sollen.

Zur Verwendung gegen Marder im Haus eignen sich diese Mittel recht gut, da sie sobald der Marder das Haus verlassen hat ohnehin sämtliche Zugänge verschießen müssen. Denn ohne derartige Maßnahmen ist es nur eine Frage der Zeit bis der Marder wieder kommt oder es sich der nächste Marder in dem gerade frei gewordenen Revier breit macht.

Marder Abwehr-Sprays ansehen

 

Marder einfangen

Einige Marder sind so abgebrüht, vielleicht aufgrund jahrelanger Beschallung durch Ultraschall oder häufigen Erfahrungen mit Menschen, das ihnen keine andere Wahl bleibt als den Marder einzufangen. Hierfür werden spezielle Lebendfallen verwendet welche im Handel erhältlich sind. Mehr zu diesem Thema und was sie Rechtlich beachten müssen finden sie in unserem Beitrag Marder Fangen.

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Wann sollte ich einen Profi beauftragen?

Sie haben bereits einiges Versucht, aber immer ohne Erfolg? In manchen Fällen kommt man als Laie einfach nicht mehr weiter. Scheuen sie sich nicht zu lange einen Fachmann zu engagieren um den Marder aus dem Haus zu bekommen. Professionelle Hilfe ist zwar nicht gerade günstig, doch bedenken sie stets den Schaden den ein Marder anrichten kann.

Haben ihre Vergrämungs-Versuche nicht gefruchtet und nun wollen sie den Marder einfangen? In diesem Fall benötigen sie schon rein Rechtlich entweder eine Sondergenehmigung oder eben einen Profi, da Marder unter das Jagdrecht fallen. Mehr dazu finden sie hier.

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Zusammenfassung: Marder im Haus, was tun?

Marderschreck Haus FazitDer Schaden den ein Marder im Haus anrichten kann ist enorm und die Gefahr selber geschädigter zu sein ist nicht zu unterschätzen.

Der beste Schutz ist eine gute Vorbereitung, in Form von einem unzugänglichen Dach. Machen sie ihre Dachrinnen Mardersicher durch Marderabwehrgürtel oder Verschlusskappen. Kürzen sie Äste die von naheliegenden Bäumen über das Dach ragen und führen sie regelmäßige Begehungen des Dachbodens durch.

Hat sich bereits ein Marder eingenistet gilt es nicht länger zu warten sondern unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen. Verwenden sie einen Ultraschall Marderschreck speziell für Häuser um den Marder zu vergrämen und behandeln sie den Dachboden mit einem Marderabwehrspray. Sobald der Marder das Haus verlassen hat machen sie es Mardersicher, nur so können sie sicher gehen nicht kurz darauf erneuten Besuch zu bekommen. Hilft dies alles nichts zögern sie nicht sich an einen Experten zu wenden, auch wenn sie hierfür etwas Geld in die Hand nehmen müssen.

Gänzlich abraten können wir ihnen von den Zahlreichen dubiosen Hausmittelchen welche in Foren empfohlen werden, greifen sie lieber zu einer erprobten Abwehr-Methode.


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Kommentare


Frank 20. November 2017 um 16:18

Wie ist das denn mit dem Elektroschock? Tut das dem Tier nicht weh?

Antworten

Das MarderschreckTest-Team 20. November 2017 um 16:46

Wirklich angenehm wird der Schock wohl nicht sein, wie bei einem Weidezaun. Der Elektroschock versetzt dem Marder aber vielmehr einen ordentlichen Schrecken, ohne ihn zu verletzen.

Antworten

Tobi 17. Mai 2018 um 10:39

Ich habe einen Marder im Garten, kann ich hier auch mit einem Ultraschallgerät arbeiten?

Antworten

Das MarderschreckTest-Team 17. Mai 2018 um 10:42

Hallo Tobi,
bei einem Marder im Garten ist es sinnvoller ihn einfangen zu lassen. Da ein Ultraschallgerät nicht den gesamten Garten abdecken kann, für ein Gartenhäuschen oder einen Schuppen ist es allerdings aucsreichend.

Antworten

Angela 5. September 2018 um 14:39

Bei mir ist das Problem, dass der Marder nicht auf dem Dachboden sondern in der Zwischendecke saß/sitzt. Welches Schlupfloch er hierfür benutzt, konnte nicht herausgefunden werden. Seit dem Frühjahr herrscht Ruhe, ich werde aber sicherheitshalber die Fallrohre mit einem Abwehrgürtel versehen. Ich hoffe das wird ausreichen?! Oder?

Antworten

Maja 5. Mai 2020 um 15:10

Leider haben wir seit ein paar Wochen auch ein Tier in den Wänden unseres alten Holzhauses. Zuerst war es noch ab und zu, unterdessen rennt das Tier nachts und tags durch die Wände. Wir hören aber nie ein pipsen oder so. Kürzlich fing es auch direkt unter einem Fenster in der Wand an wohl das Holz anzuknabbern. Ich klopfte daran, es hörte nur kurz auf, knabberte aber wieder weiter. Auf dem Dachboden haben wir bisher keine Spuren entdeckt von Kot. Im Keller hatten wir jedoch vor ein paar Monaten Kotspuren wahrscheinlich von einer Maus und auch der Vorrat war angeknabbert. Dies hörte dann wieder auf und dort ist seither Ruhe. Dennoch fragen wir uns, könnte es daselbe Tier gewesen sein? Bisher fanden wir keinen Einstieg, wo ein Tier in die Hauswände hineinfinden konnte. Was sollen wir tun? Es ist wirklich langsam lästig und sicherlich hinterlässt es einen grösseren Schaden in der Isolation.

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