Skip to main content

Marder im Haus. Was kann ich tun?

Marder im Haus

Ungebetene Gäste im Haus hat man ja oft, diese richten aber in der Regel keinen Schaden an. Ganz anders ist es mit Tieren, die sich ungefragt ins Haus einschleichen. Ganz vorne voran marschiert hier der Marder. Ein vermeintlich süßes Pelztier, das aber viel Unheil anrichten kann. Abgesehen von den Sachen, die sie anknabbern, hinterlassen sie auch einen unangenehmen Duft in Form von Urin- und Kot Hinterlassenschaften. Da die Eindringliche überwiegend nachts kommen (nachtaktive Tiere),
bemerkt man sie meist erst viel zu spät.

Da diese Tiere sehr gut klettern können, werden Sie sie weder im Erdgeschoss oder Keller finden. Die flinken Tierchen nisten sich meist im Dachboden oder den oberen Geschossen ein. Vor allem in nicht ausgebauten Dachböden, die unbewohnt sind, wird ihr Besuch meist erst später bemerkt. Erst wenn es rein regnet oder die erwähnten unangenehme Gerüche auftauchen, dann kommt man auf die kleinen Gäste. Ganz besonders sollten Sie darauf achten, wenn ungewohnt viele Fliegen oder Maden im Haus auftauchen, denn hier war dann meist ein Marder am Werk. Sie sind strikte Einzelgänger und deshalb ist der kleine Kerl immer alleine unterwegs. Sobald er eine Bedrohung erkennt, spitzt er ein Sekret aus den Duftdrüsen und hinterlässt so einen unangenehmen Duft. Somit versucht er sich gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen zu verteidigen.

In erster Linie erkennt man das ein Marder im Haus ist, wenn man seinen Dachboden inspiziert und bemerkt, dass die Dämmung zerfetzt ist und sich bereits Schimmel durch Nässe ausbreitet.

 

Seltener Anblick, ein Marder auf dem Dachboden


Woran bemerkt man einen Marder?

Wie schon erwähnt, ist es meist schon zu spät, wenn der ungeliebte Besucher bemerkt wird. Schimmel am Dachboden, Maden oder Fliegen durch die Kot- und Urin Ablagerung im ganzen Haus, ganz abgesehen von unangenehmen Gerüchen. Da die Tierchen nachtaktiv sind und als eher menschenscheu gelten, wird es kaum einem Hausbesitzer gelingen, die Gäste frisch zu ertappen. Aber wenn Sie im Bett liegen und plötzlich Geräusch vom Dachboden zu hören sind, dann können Sie sich sicher sein, dass ein Marder am Werk ist. Wenn Sie solche Geräusche hören, inspizieren Sie sofort Ihren Dachboden auf Schäden am Dach und in der Dämmung. Auch Spuren, welche sich am Fußboden festgesetzt haben (Kot- und Urin spuren) sollten Sie unmittelbar entfernen und desinfizieren. Somit können Sie ausschließen, dass sich eine Plage an Maden und Fliegen ausbreitet.

  • unangenehme Gerüche (Kot und Urin)
  • Hinterlassenschaften in Form von Kot, Nahrungsresten
  • aufgerissene Dämmung
  • nächtliche Geräusche

 


Wie kommt der Marder ins Haus?

Marder sind hundeartige Raubtiere und gehören zur Ordnung Raubtieren.
Anders als Hunde klettern Fallrohr Marder im HausMarder und zwar in nicht zu verachtender Höhe und Geschwindigkeit. Durch ihre extrem gute Kletterkunst können Sie große Höhen erklimmen und auch an den kleinsten Vorsprüngen hochklettern. Dachrinnen, Bäume und Äste sind dafür bestens geeignet. Wenn sie dann mal oben sind, suchen sie sich einen Tunnel am Dach und beißt sich durch die Dämmung. Wenn die Dämmung dann mal kaputt ist, entweicht die warme Luft nach außen und es bilden sich Schimmelpilze. Außerdem treibt es die Heizkosten extrem in die Höhe, denn das Haus ist ja undicht.

Natürlich krabbeln Marder auch durch Fenster oder Balkone in die Häuser. Gerade im Sommer, wenn die Bewohner ihre Fenster offen lassen, weil es warm ist, ist das wie eine Einladung für die ungeliebten Gäste.

Steht ein Baum vor dem Haus ist das für den Marder auch kein Problem. Er kann bis zu zwei Metern (oder sogar mehr) springen. Er springt also vom Baum auf das Hausdach und sucht nach einem Eingang, um ins Haus zu kommen. Selbst Ziegeln halten den Eindringlich nicht auf, denn das Tier kann einen Dachziegel hoch drücken umso ungehindert in die Häuser zu marschieren.


Marder im Haus: Welche Möglichkeiten gibt es den Marder wieder loszuwerden?

Den Marder vergrämen

Die Gattung der Marder unterliegen dem Jagdrecht. Das bedeutet, dass das Fangen oder gar Töten nur Inhabern eines Jagdscheines erlaubt ist. Nichtsdestotrotz ist es ein lästiges Tier, das einen großen Schaden an Haus und Auto anrichten kann. Dem sollte man so gut es geht entgegen wirken. Wie bereits erläutert, ist das Töten nicht erlaubt, jedoch das „Vergrämen“ der Tiere ist eine unabwendbare Notwendigkeit. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Vergrämen heißt soviel wie Verscheuchen. Mit den verschiedensten Möglichkeiten können Sie Marder vertreiben. Da gibt es zum einen den Ultraschall und Elektroschock Geräte.

 

Ultraschall Geräte

Ultraschall Geräte funktionieren auf dem Prinzip des Schalldrucks und eines lauten Tons. Dieser Ton ist jedoch aufgrund seiner Tonlage für Menschen ab 30 nicht zu hören. Im Gegensatz zu jüngeren Menschen und vor allem Babys. Der Ton der circa 120 dB hat, kann vor allem bei Babys zu Schlaflosigkeit führen. Wenn Sie sich so ein Gerät anschaffen, sollten Sie vor allem darauf achten, ob Babys in der Nähe leben. Ein bisschen Abhilfe gegen eine Dauerbeschallung sind Geräte, die nur auf Bewegung oder Berührung reagieren. Das schont nicht nur die Batterie des Gerätes, auch den Nachbarn wird es eine ruhigere Nacht verschaffen. Da auch die Marder nach einer gewissen Zeit von diesem Ton, vor allem wenn immer der gleiche kommt, gehörlos werden, ist es nur eine Frage der Zeit wann diese wiederkommen. Denn wenn sie nichts mehr hören, schreckt sie auch der Ton des Gerätes nicht mehr ab.

 

Elektroschock Geräte

Diese Geräte sind eindeutig lautloser und verhelfen zu einer besseren Nachbarschaft. Das Prinzip beruht auf dem elektrischen Weidezaun, der bei Berührung dem Tier einen leichten Stromschlag versetzt. Dieses erschrickt dann und läuft davon. Wenn der Marder erst mal von so einem Stromschlag erwischt worden ist, kommt er nicht mehr wieder. Diese Geräte finden sie unter anderem auf Amazon.

 

Sonstige Vergrämung

Die verschiedensten Anbieter verkaufen sogenannte Marderfernhaltemittel. In Form von Sprays, Duftscheiben, Antimarderstäbchen oder Hunde– oder Katzenhaare. Die Hunde- und Katzenhaare sollen aufgrund des Geruches den Marder verscheuchen. Auch Tabasco soll aufgrund seiner Schärfe helfen. Jedoch helfen all diese Mittel, wenn überhaupt nur vorübergehend. Das Tier gewöhnt sich dran und kommt wieder. Marderfernhaltemittel finden sie kostengünstig im Baumarkt oder im Internet, unter anderem auf Amazon.


Den Einschlupf finden und verschließen

Sobald Sie merken, dass so ein ungebetener Gast auf Ihrem Dachboden haust, ist es sinnvoll tags darauf die Stellen zu suchen, welche der Marder benutzt hat um rein zukommen. Achten Sie unbedingt darauf, dass keine Marder mehr im Haus sind. Dann sollten Sie die Stellen gut abdichten. Dabei ist besonders auf lose Ziegeln zu achten, da diese vom Marder hoch gedrückt werden. Die innere Dämmung ist auch wieder zu erneuern.

Da diese Tiere ja an der Hauswand oder sonstigen Dingen hochklettern, ist es sinnvoll die Wege abzuschneiden, die das Tier nimmt. Es gibt sinnvolle Gadgets, die Ihnen helfen, Ihr Haus Mardersicher zu machen. Wie zum Beispiel die einen Marderschutz, Marderabwehrgürtel oder Verschlusskappen für Fallrohre. Da die Kletterei je unterbrochen wird, ist es dem Eindringling nicht mehr möglich, nach oben zu kommen.


Wann sollte ich einen Profi beauftragen?

Das Schließen von Löchern, die das kleine Raubtier gemacht hat, sollte man von professionellen Firmen, wie den Kammerjäger, machen lassen. Zu Vorsicht raten wir auch beim Anbringen von Elektroschock Abwehrgeräten. Diese Mardervergrämung kann bei unsachgemäßer Anbringung einen Brand im Dachstuhl verursachen. Bei den anderen Möglichkeiten um einen Marder abzuschrecken ist die Anbringung sehr leicht und kann in Eigenregie gemacht werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind ist der Gang zu einem fachmännischen Betrieb auf jeden Fall ratsam.


Zusammenfassung: Was tun bei Marder-Besuch?

Marder sind putzige kleine Tiere. Dennoch zählen sie zu Ordnung der Raubtiere. Und wer möchte schon wilde Raubtiere in seinem Haus haben. Ob im Haus, auf dem Dachboden oder am Auto, sie verursachen große Schäden und hinterlassen einen unangenehmen Geruch, wenn man sie nicht sofort bemerkt. Ob Sie nun die Marder im Dach vergrämen oder ihm vom Auto vertreiben, diese Methoden haben so ihre Vor- und Nachteile.

Wichtig ist vor allem, wen sie einen Marder im Haus haben dass Sie ihn NIE fangen oder gar töten dürfen. Dies obliegt einer Person mit Jagdzulassung (also zum Beispiel Jäger). Doch vergrämen oder vertreiben dürfen Sie ihn mit den vorgenannten Möglichkeiten. Am besten jedoch ist es, wenn Sie die Eingänge, die vom Marder in Ihr Haus benutzt wird, verschließen, so dass er gar nicht erst ins Haus kommt. Dazu sollten Sie ab und zu Ihren Dachboden untersuchen und nach losen Ziegeln oder Dämmung suchen. Auch ist es vor Vorteil den Weg dorthin zu versperren. Dabei helfen die sogenannten Gadgets wie zum Beispiel der Marderabwehrgürtel oder der Verschluss für die Fallrohre. Wenn Sie diese anwenden, schaffen es die Tierchen nicht, an den Dachrinnen und Fallrohren herumzuklettern. So verhelfen Sie sich zu einem ruhigeren Schlaf. Auch die Folgeschäden durch einen Marderbesuch können so abgewandt werden. Also lassen Sie es nicht erst zu, dass er sich in Ihrem Haus niederlässt und sich dort austoben kann. Wenn Sie die Vergrämung durch Ultraschallgeräte oder Hochspannungsgeräte erreichen wollen, beachten Sie bitte die Anwendung oder suchen Sie, wenn Sie unsicher bei der Installation sind, einen Fachmann auf.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *